Archiv der Kategorie: Musik

Mix: August 2015

Fête de la Musique 2015

Im Mauerpark…

Oorrtt – Garden Rave

AUS08-Cover

Jüngst auf Austero erschienen (und mit einem lustigen Pferdevideo bebildert):

Beatport
Juno

Rienzi in der Oberfrankenhalle

Es war sicher kein leichtes (oder billiges) Unterfangen, die Akustik der Bayreuther Oberfrankenhalle zu modifizieren, zu verbessern, „operntauglich“ zu machen. Differenziertheit in der klanglichen Dynamik ist eben nicht gefragt, wenn Hallensprecher Christian Höreth bei Basketball-Bundesligaspielen ins Mikro brüllt. Die Produktion der Oper Leipzig unter Christian Thielemann war sicher nicht schlecht (nicht schlechter als der Rienzi selbst), der Adriano gar wunderbar gesungen von Daniela Sindram; doch stößt dieses Projekt offenbar an Grenzen der Machbarkeit. Weiterlesen

Das Ende der Symbolik

Warum ist Philipp Stölzls Parsifal (Deutsche Oper Berlin) problematisch? In der Presse fiel immer wieder das Wort „Oberammergau“, aber das ist es nicht. Auch dass es bei Stölzl keinerlei Erlösung gibt (z.B. für Kundry), ist nicht ganz abwegig angesichts der Ambivalenz und Mehrschichtigkeit der komplexen Wagnerschen Text- und Musikstruktur. Dass andererseits jegliche Entwicklung (gerade auch in der Musik!) negiert wird, erscheint schon etwas kühner.
Weiterlesen

Wolfgang Rihm – Dionysos

Was Nietzsche in „Die Geburt der Tragödie“ noch theoretisch verhandelte, wird in den Dionysos-Dithyramben sozusagen experimentell erprobt. Ob das Experiment erfolgreich sein kann, ist ungewiss. Wolfgang Rihms Opernphantasie „Dionysos“ interessiert sich für’s Ungewisse und Unsagbare. Kämpft N. zu Beginn noch mit der Sprachlosigkeit, so wird die Sprache später in absurden Wiederholungen zum reinen Material. Der Umgang mit dem Material ist sprachlich und musikalisch zugleich ein Spiel.
Weiterlesen

Manfred Stahnke – Wahnsinn das ist die Seele der Handlung

Die Premiere von Manfred Stahnkes Musiktheaterwerk am 20. März 2012 in der Werkstatt der Staatsoper Berlin erschien als Stück, das auf eigenartige Weise in sich selbst verharrt. „Wahnsinn das ist die Seele der Handlung“ für weibliche Stimme, Streichquartett und Tontechnik von 1982 ist das Ergebnis der Lektüre Edgar Allan Poes, dessen psychische Abgründe jedoch gleichsam eingeebnet werden. Weiterlesen